Tiefpunkte überwinden

 

„Hey, was ist los mit dir?“, „Ich weiß nicht, irgendwie fühle ich mich so down“.

Oft gibt es diese Tage, an denen vorher noch heiterer Sonnenschein war, wo man Wärme und Zufriedenheit gespürt hat und auf einmal erscheint nicht nur der Himmel grau, sondern auch die ganze Welt drum herum. Alles dunkel und grau, kennt ihr das?

Meistens fühle ich mich dann grundlos „down“, bin traurig auch wenn es gar keinen Grund dazu gibt, fühle mich wie gelähmt, kann nicht richtig nachdenken, meine Gedanken ordnen, fühle mich ein wenig zerstreut und kann keine richtigen Handlungen ausführen. Eine richtige Blockade in einem selbst.

Man sehnt sich nach einer Lösung, nach der Zeit, wo Alles drum herum in bunten Farben erstrahlt, wo es nichts Anderes gibt, außer das gute Gefühl. Man sehnt sich nach einer Lösung.

Etwas Gutes haben jedoch auch solche Situationen, denn so schwer und belastend diese Situation gerade auch sein mag, so kannst du genauso wie ich auch daraus etwas Positives ziehen.

Hast du schon mal vom posttraumatischem Wachstum gehört? Wenn aus einem Verlust ein Gewinn entsteht? Kurz erklärt bedeutet das, dass die Menschen, die einen wahren Tiefpunkt in ihrem Leben überwunden haben, gestärkt und bereichert daraus hervorgehen, wie bei einem Phönix aus der Asche. Freude und Leid gehören beide zu unserem Leben und in Krisenzeiten erleben wir Menschen oftmals unser stärkstes Wachstum und eine persönliche Weiterentwicklung. Eine belastende Lebenssituation stellt sehr oft eine enorme Stressquelle dar. Negativer Stress ist sehr oft mit Angst verknüpft. Der Angst vor der Zukunft, vor dem, was noch kommen wird. Und wenn ein Mensch im Stress ist, ist seine Sichtweise sehr verengt. Man sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht und treibt sich oft selbst in eine Abwärtsspirale, statt nach einer Lösung zu suchen. Stress macht einen buchstäblich blind für die beste Lösung.

So habe ich mich in letzter Zeit sehr oft gefühlt. Eigentlich die letzten Jahre. Immer ein „up“ und öfters ein „down“. Ich wage es zu sagen, dass es in dieser stressigen Zeit, mit dem ständigen Wandel fast schon zur Normlität gehört, sich oftmals einfach nur überfordert zu fühlen und das Gute nicht sehen zu können. Deswegen:

Hier ein paar kleine Tipps, die mir persönlich sehr stark geholfen haben und auf die ich immer zurückgreife, sobald ich mich wieder in einer sehr stressigen Situation befinde.

1. Sich zurückziehen

Es ist vollkommen okay sich zurückzuziehen, wenn es einem nicht gut geht. Nicht jeder versteht die eigene Stimmung und oftmals hat man einfach nicht mehr die Energie, um „gut drauf“ zu sein. Man will auch nicht unbedingt von anderen Menschen, denen deine eigene Stimmung auffällt ständig darauf aufmerksam gemacht werden. Während der eine Teil das Leben genießt und voller Freude alles annimmt was kommt, ist es oftmals auch schwer für einen selbst einfach „dabei“ zu sein – und das ist vollkommen okay.

Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, seine Gedanken und Gefühle ordnen und sich selbst gut tun, ist oftmals der erste richtige Schritt in Richtung hellgrau, statt dem dunklen grau, dem man nicht entkommen kann. Das ist oftmals der erste Schritt, den ich mache, um auch andere nicht mit meiner Stimmung anzustecken, weil ich ganz genau weiß, dass nur ich die Lösung zu meinem eigenen Problem bin und es sinnlos ist Anderen die eigene, etwas kaputte Wahrnehmung verständlich machen zu wollen.

2. Gelassenheit suchen

In Situationen der Freude und Gelassenheit öffnen sich bei uns all unsere Sinne und geben sich dem Genuss dieser Erlebnisse hin. In einem solchen Zustand ist die ganze Wahrnehmung geöffnet und du siehst mehr, fühlst mehr und nimmst insgesamt wesentlich mehr wahr. Demnach erkennst auch wesentlich bessere Lösungswege und Chancen, die sich dir anbieten. Eine bekannte stresslösende Maßnahme ist Sport und generell Bewegung in der Natur. Die Natur wirkt auf uns Menschen ausgleichend und der weite Blick auf die Landschaft schenkt innere Ruhe. Nicht umsonst heißt es auch: In der Ruhe liegt die Kraft.

Deswegen gehe ich dann oftmals allein spazieren und nehme mir die Auszeit für mich selbst. Es tut oftmals richtig gut, auch wenn ich mich dazu erstmal überwunden muss.

3. Memo an einen selbst verfassen

Es tut auch gut seine Gefühle und die Gedanken irgendwo aufzuschreiben. Sich einfach mal den Frust von der Seele schreiben und das Herz leichter werden zu lassen, sich wieder etwas besser fühlen und reflektieren. Jedesmal, wenn ich mich so „down“ fühle, denke ich oft, dass ich nie wieder aus diesem Zustand herauskomme, dass es mir für immer schlecht gehen wird. Als würde ich in eine tiefe Depression fallen, sobald ich diesen Gedanken auch noch akzeptiere. Ein Zustand voller Trauer, Schmerz und Leid. Jedoch geht es mir am nächsten Tag oftmals wieder besser und genau das sollte man festhalten.

Ein „Memo an sich selbst“ kann wirklich sehr hilfreich sein! Das wörtlich übersetzt „das zu Erinnernde“, sollte in einem glücklichen Moment geschrieben werden, in dem du optimistisch bist und das Leben mit all den schönen, kleinen Dingen schätzt. In einem Moment, wo du versuchst dich selbst daran zu erinnern, wie schön die Welt ist und das die eigene Wahrnehmung vielleicht nur an manchen Tagen etwas kaputt ist.

4. Do’s & Don’ts Liste

Wir alle haben diese Dinge, die uns noch mehr in die Tiefe reisen. Es gibt diese bestimmten Dinge, die auch fatal für mich sind und oftmals mach ich sie trotzdem, als würde ich mich freiwillig dem Schmerz und Leid hingeben wollen und als würde ich fast schon darum betteln bestraft zu werden, indem ich mich dann selbst bestrafe. Es gibt auch Dinge, die mir dabei helfen mich besser zu fühlen und diese Dinge vergesse ich dann oft. Deswegen ist es hilfreich eine Do’s & Dont’s Liste zu erstellen.

So sieht die Lite bei mir aus:

Do’s:

  • In eine Decke einkuscheln & traurig sein dürfen
  • sich mit Trostmitteln bewaffnen wie Bücher, Schokolade, Eis etc.
  • Wellness Abend mit einem heißen, langem Schaumbad einlegen
  • sich selbst zurecht machen: Nägel frisch lakieren, mit Bodylotion eincremen, Gesichtsmaske benutzen, etc.
  • Filmmarathon einlegen
  • etwas gestalten: malen, basteln, usw.
  • aufräumen und ausmisten
  • spazieren gehen oder fahrradfahren
  • Blumen kaufen

Don’ts:

  • Nicht über negative Sachen nachdenken, wie die Sinnlosigkeit der Menschen und dem eigenen Sinn im Leben
  • keine traurige Musik hören
  • nicht soviel nachdenken und all die negativen Ängste einfach mal loslassen
  • sich selbst keinen Vorwurf machen, dass es einem nicht so gut geht, dass man momentan keine Sachen geregelt bekommt und dass es einem wieder schlecht geht. Akzeptieren, dass solche Tage vollkommen normal sind

5. Selbstliebe

Der wohl wichtigste Punkt ist Selbstliebe zu praktizieren. Das heißt, dass du damit aufhören musst dir selbst der schlimmste Feind zu sein. Wie oft ich mich in diesen Phasen selbst kritisiere ist manchmal nicht zählbar an einem einzigen Tag. Dieser innere Kritiker, der manchmal lauter ist als der Lärm auf der Straße ist ständig präsent und sagt am laufenden Band was alles schief läuft. Deswegen ist es so wichtig sich von schlechten Gedanken, Menschen und Dingen die dir nicht gut tun loszulassen und sich auf das Gute zu konzentrieren. Wie man sich selbst gut tut, seht ihr in diesem Blogbeitrag von mir.

 

Stay positive light

 

Eure Julia

Ein Kommentar zu „Tiefpunkte überwinden

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