Das Lilienschloss – Rezension

INHALT:

Alles begann mit diesem seltsamen Foto, das meine Schwester Isabelle, meine Cousine Jane und ich an einem längst vergangenen heißen Sommertag des Jahres 1959 auf dem Dachboden unserer Oma Rosemary entdeckten.

Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich hinter dem traurig dreinblickenden Brautpaar, das der siebenjährigen Joanna von einem vergilbten Fotopapier aus entgegenblickt?
Getrieben von ihrer kindlichen Neugier möchte das Mädchen dieses Geheimnis lüften und taucht dabei tief ein in ihre eigene Familiengeschichte. Doch die Pforte zu dieser wird von ihrer eigenen Großmutter seit Jahren mit allen Mitteln gehütet, war sie doch stets zutiefst bemüht darum, ihre Vergangenheit und die ihrer Schwester Liliana für immer hinter sich zu lassen. Denn hinter den Mauern des Lilienschlosses lauert die tragische Geschichte zweier Schwestern, deren Vorstellungen von einem glücklichen Leben nicht unterschiedlicher hätten sein können.

MEINUNG:

Um ehrlich zu sein ist es mir noch nie so schwergefallen, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben. Irgendwie fällt es mir unglaublich schwer, meine Gedanken richtig zu ordnen, selbst nachdem ich mir ein paar Tage Zeit gelassen habe. 

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Geschichte lässt sich wunderbar lesen und man bemerkt sofort die sorgfältige Recherche und auch die Mühe in dem Detail, denn die Autorin schmückt selbst die kleinsten Dinge mit vielen Adjektiven aus, so dass man das Bild von der Umgebung, der Möbel und der Landschaft haargenau vor dem inneren Auge erkennt. Gleichzeitig kam es mir vor, als hätte man den größten Wert aufs Detail und nicht die Handlung gelegt. Vieles konnte ich nicht nachvollziehen und musste manche Abschnitte mehrmals lesen, um den roten Faden in der Geschichte behalten zu können.

Ich mag Geschichten, die durch die Zeitsprünge mehrerer Generationen mehr Tiefe bekommen ( wie mein absolutes Lieblingsbuch „Das Schloss aus Glas“ ) doch irgendwie fehlte hier etwas, was ich nicht in Worte fassen kann.

Die Geschichte spielt sich größtenteils Anfang des 20. Jahrhunderts ab und erzählt das Leben der zwei Schwestern Rosemary und Lily. Ihre Geschichte fängt großartig an. Vor Allem der Anfang, wo auch der Vater eine kurze Erzählerrolle erhält, berührte mich sehr. Es war dann zum Schluss der weitere Verlauf, der mich immer mehr irritierte. Ich konnte ab dem Zeitpunkt als Rosemary auf Lily wirklich gehört hat und gegangen ist, nur um dann doch in der Nähe von Lily zu bleiben, ohne sie zum Schluss so eine lange Zeit auch nur einmal zu kontaktieren, nicht nachvollziehen. Es war ja nicht so, dass Rosemary mit Problemen überlastet war. Ich konnte auch die Liebesgeschichte zwischen Rosemary und Frederick nicht ernst nehmen, weil das für mich viel zu schnell ging und die Trauer, die Frederick dann empfand nicht nachvollziehbar war, weil er Rosemary im Grunde gar nicht kannte und sie erst durch Lilys Geschichten kennen gelernt hat. Vieles war für mich in dieser Geschichte widersprüchlich und verwirrend. Spannend bleibt es trotzdem durch die vielen Erlebnisse und Wendungen. Vor Allem am Ende nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf.

FAZIT:

Auch wenn das Buch für mich nichts war, kann ich mir vorstellen, dass es auch viele Leser geben wird, die gefallen an dem Buch finden werden. Obwohl mir das Lesen des Buches Spaß gemacht hat und ich mich währenddessen amüsiert habe, ist die Handlung meiner Meinung nach einfach nicht gut durchdacht. Es hatte sehr viel Potential, aber leider hat es bei mir nicht den richtigen Nerv getroffen.

Eure Julia

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