Der Winter der schwarzen Rosen – Rezension

INHALT:

In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die Liebe der einen Schwester wird zur Obsession werden und die der anderen wird eine wahre Liebe sein. Denn mit den dunklen Mächten spielt man nicht und etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses …

MEINUNG:

Der Winter der schwarzen Rosen war mein erstes Buch von Nina Blazon und wenn ich ehrlich bin, war es ein reiner Coverkauf, daher hatte ich keine besonders hohen Erwartungen. Die Geschichte hat mich darum umso mehr überrascht, sodass ich das Buch kaum aus Hand legen konnte, obwohl ich mit Tajanns Part der Geschichte bis zur Mitte des Buches Schwierigkeiten hatte.

Die Handlung springt zwischen der Perspektive von Liljann, die im Präteritum geschrieben ist, und Tajann, die im Präsenz spielt.

Liljann ist angesichts ihrer perspektivlosen Situation sehr vorsichtig. Sie ist in sich gekehrt und durch ihre magischen Talente empfindsam für Dinge, die ihrer Schwester verborgen bleiben. Daher ist sie sich auch von den Sagen der Eroberten, der Magie des Landes und den fantastischen Wesen, die im Grauland leben sollen, fasziniert. Tajann ist hingegen eine selbstbewusste und ehrgeizige Jägerin. Hingezogen von dem Leben, das sie nach dem Tod der Mutter verloren haben, der Gesellschaft am Hof Lady, ist sie bereit ihren Vater und ihre Schwester zu hintergehen, um ihre Ziele zu erreichen. Ihr beklemmendes Gefühl wird für den Leser spürbar, wodurch sich ihre selbstsüchtigen und unnachsichtigen Entscheidungen, zwar nicht rechtfertigen aber nachvollziehen lassen.

Obwohl die schicksalhaften Begegnungen auf dem Fest für beide Schwestern sehr unterschiedlich ausgehen, erkennen beide, dass die Liebe ein Risiko bedeutet, durch das man sehr viel gewinnen, aber auch verlieren kann. Besonders das bitter-süße Ende, an dem die beiden nach ihrer starken Entwicklung noch einmal aufeinandertreffen, hat mich berührt und nachdenklich gestimmt.

FAZIT:

Dieses Buch mit dieser Geschichte, die ich zuvor so noch nie gelesen habe, ist für mich auf jedenfall schon jetzt eins meiner Jahreshighlights 2021. Spätestens ab der Hälfte der Geschichte kann man das Buch nicht mehr weglegen und durch die bildhafte, hinreisende Sprache ist dieses Buch mit nur einem einzigen Band mit keinem anderen zu vergleichen. Soviel Geschichte auf knapp 544 Seiten perfekt ausgerichtet, gab für mich noch nie. Ich finde das Buch einfach genial, es ist perfekt für Fantasybegeisterte, die nicht immer das gleiche lesen wollen. Bittersüß, dramatisch und etwas ganz Besonderes! Eine absolute Leseempfehlung!

Eure Julia

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