Babystory #4

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Ein vollgeladener Twingo mit einem übermäßig großem Sortiment eines Campers; stickige, dicke Luft; geschwollene Beine – genauso ging dann unsere Suche nach einem Campingplatz los. Ohne Frühstück ( obwohl mir persönlich Frühstück ganz wichtig ist und ich nicht ich bin, wenn ich hungrig bin! ) und ohne einen Hauch einer Ahnung wo wir sonst campen sollten, weil unser geliebter Campingplatz ja leider nicht zur Verfügung stand ( guter Planung sei Dank ), machten wir uns also auf den Weg ein schönes Plätzchen zu finden. Und das war alles andere als einfach mit einem Hormon geladenen Menschen wie mir. Schon zu Mittag war ich mehr als fertig von Allem und wollte am Liebsten wieder nach Hause. Genau da überkam mich das Gefühl vor dem ich immer Angst hatte: verloren in einem fremden Land und ganz ohne Plan wohin es gehen könnte zu sein. Das Gefühl sich unglaublich schwach und klein zu fühlen, war da besonders stark und ich gehöre leider zu den Menschen, die dann sowohl Trauer, als auch Angst und Nervosität immer in Wut ausdrücken. Und ich war richtig wütend und das im Dauerzustand. Bei der Besichtigung des 3. Campingplatzes hatte ich dann wirklich keine Lust mehr und habe auch all meine Wut raus gelassen, obwohl es für uns Beide auch so schwer genug war zuversichtlich zu bleiben. Und wie der Zufall es wollte, empfing uns der 3. Campingplatz genauso wie alles andere in unserem Leben: der Campingplatz fand uns. Wir wollten gerade aufgeben und weiterfahren, da trafen wir ein nettes Paar, welches schon etwas älter war, was gerade am Zusammenpacken war. Wir kamen ins Gespräch, weil die Beiden es total spannend fanden, das wir all unsere Sachen in einen Twingo gepackt haben und einfach losgefahren sind. Anders gesagt: Wir sahen sehr ulkig in unserem Twingo aus, so dass sie uns einfach ansprechen mussten. Sie haben so sehr von diesem Campingplatz und von ihrem Stellplatz geschwärmt, dass im Nu all meine Wut verflogen ist und unseren eingerichteten Platz schon vor uns sah. Und mal ganz ehrlich: ich wollte die Suche einfach beenden und endlich duschen, denn wir waren mittlerweile mitten in der größten Hitze des Tages unterwegs. Wir warteten also bis sie zusammen gepackt hatten und sind dann runter zum Strand, um schon Mal die Füße ins kühle Meer zu tauchen. Dort ruhten wir uns auch ein wenig aus, bevor wir uns dann an die Arbeit gemacht haben unseren Platz aufzubauen. Und schon da habe ich gemerkt, dass mir nach ein bisschen Heben die Kräfte ausgingen. Mein Mann bestand dann auch darauf, dass ich schon mal duschen gehen sollte, mich auf einen der Stühle setzen sollte, meine Beine hochschlagen sollte und einfach nur kommandieren sollte wo er alles aufbauen soll. Diese erste „ich werde bedient“ Erfahrung hat mir auch wirklich sehr gefallen! Die geschwollenen Beine blieben bis zum Abend, doch da der Hunger größer war, hab ich kein bisschen gemurrt, als er dann ein wenig spazieren gehen wollte, um etwas Essbares zu finden. Wir kauften ein paar Sachen, wie: Obst und Wasser ein, blieben bis zum späten Abend in der Hängematte liegen und holten ein wenig den verpassten Schlaf ein und gingen dann als es dunkel wurde nochmal in die anliegende Stadt, um richtig zu essen. Und genau dieser Tag war für mich der größte Kraftakt aus dem ich mich den restlichen Urlaub nicht mehr erholen sollte. Aber keiner von uns Beiden hat zu dem Zeitpunkt noch ahnen können woran das eigentlich lag.

Mehr erfahrt ihr in der nächsten Story!

 

Eure Julia

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